Mit einem Plan die Folgen einer Krise bewältigen

Warum der Kommune die Coronapandemie einen Schub verleihen könnte

Ausgangslage: Die wirtschaftlichen Folgen der „Coronapandemie“ sind noch nicht sichtbar, werden aber unzweifelhaft die kommunale Welt kurzfristig verändern. Sinkende Steuereinnahmen werden insbesondere auf der kommunalen Ebene zu einer Reihe von schmerzhaften Einschnitten kommunaler freiwilliger Leistungen führen müssen. Spätestens im kommenden Jahr wird eine Vielzahl der Kommunen die „volle Wucht“ der geringen Steuerzuflüsse und verminderten Finanzausstattung spüren.

Bürgermeister oder Gemeindevertreter könnten nun geneigt sein parallelen zur Finanzkrise 2009 zu ziehen und auf ein Konjunkturprogramm der Bundesregierung zu warten. Das wird auch sicher kommen. Auch im Jahr 2021 finden Wahlen auf verschiedenen politischen Ebenen statt. Allein Kommunalentwicklung auf Basis von Konjunkturprogrammen zu vollziehen scheint zu kurz gesprungen. Wir brauchen einen ganzheitlicheren Ansatz.

Auswirkungen: Die „Coronapandemie“ wird realwirtschaftliche Folgen zeitigen und Kommunen und kommunale Entscheider zu schwierigen Entscheidungen zwingen. Welches Leistungsportfolio kann zukünftig erbracht werden und welche Spielräume werden vorhanden sein? Was wird aus den geplanten Zukunftswerkstätten, Bürgerbeteiligungsprozessen, kulturellen Einrichtungen und öffentlichen Anlagen, um mit den freiwilligen Leistungen zu beginnen? Allerdings werden auch Fragen zu stellen sein, in welchem Umfang die pflichtigen Aufgaben erbracht werden können? Gibt es eigene Standards, die über das normale Maß hinausgehen und welche pflichtigen zukünftigen Aufgaben sollen mit den nun noch knapperen finanziellen Ressourcen erledigt werden?

Die finanziell knapperen Ressourcen werden auch dazu führen, dass das vermeintlich größere Angebot durch freigesetzte Fachkräfte am Arbeitsmarkt nur bedingt genutzt werden kann. Zum einen werden, wie gehabt die großen Kommunen ihre finanziellen Möglichkeiten ausnutzen vorhandenes Personal zu halten und neues, nun auf dem Arbeitsmarkt befindliche Fachpersonal einzustellen und zum anderen werden die Schnellen den langsamen Kommunen das restliche gute Personal wegschnappen.

Denkansätze: Wie muss ich mich als Entscheidungsträger unabhängig von Steuerschätzungen, Rettungsschirmen, Konjunkturprogrammen und politischen Richtungskämpfen aufstellen, um von den wirtschaftlichen Folgen der „Coronapandemie“ nicht überholt zu werden?

Die Antwort darauf ist leider weder simpel noch einfach. War die Aufgabenfülle in der Prä-Pandemiezeit für viele Verwaltungseinheiten weder in Umfang noch Tiefe ausreichend darstellbar, werden bereits kurzfristig die Fragen zu stellen sein, ob die bisherigen Prioritäten bestehen bleiben können, ob ausreichend Personal in Quantität und Qualität vorhanden ist, um die gestellten Aufgaben zu bearbeiten, besitzt die Kommune ausreichend finanzielle Mittel, um bestehenden Verpflichtungen nachzukommen, vertritt die Politik dieselbe Auffassung und letztlich, ist Hausintern genügend Managementkapazität vorhanden, um selbstständig steuern zu können?

Entlang dieser fünf Kernfragen werden sich die kommunalen Herausforderungen der nächsten Jahre entwickeln. Die gute Nachricht allerdings ist, dass wenn sich die Entscheidungsträger diese Fragen bereits gestellt haben, besteht die grundlegende Bereitschaft sich selbst, auf dem Weg aus der Krise, zu hinterfragen und eine Strategie zur Aufgabenbewältigung zu entwickeln.

Denn gerade in der Krise ist ein Plan und Steuerungsvermögen besonders wichtig.

Jede Herausforderung wird nur so gut bewältigt, wie sie im Team erfasst, bearbeitet und schließlich durch ergriffene Gegenmaßnahmen angenommen wird. Um diesen facettenreichen Herausforderungen entgegenzutreten und die zukünftige Handlungsfähigkeit sicherzustellen, müssen die Kommunen ihre Verwaltungen und die politischen Verantwortungsträger ertüchtigt werden, in anderen Maßstäben denken und handeln.

Insbesondere durch Abwägungsprozesse möglicher Entwicklungsszenarien, aufbauend auf den gesetzten Rahmenbedingungen, den eigenen Stärken & Schwächen der Kommune (der Verwaltung), den vorhandenen Ressourcen, der Organisation als solcher, sowie allgemeiner Entwicklungstrends, lässt sich eine valide und erfolgreiche Strategie zur Positionierung der „Post-Krisenzeit“ entwickeln.

Über GE/CON

Die GE/CON GmbH ist ein Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen. Als Strategie- und Managementberater für Public Management blicken wir mittlerweile auf mehr als 20 erfolgreiche Jahre voller Herausforderungen und Erfahrungen zurück. Aus dem Zentrum der Metropolregion Rhein-Neckar heraus, setzt sich die GE/CON Kommunalberatung für die Entwicklung von Zukunftsmodellen kommunaler Betriebe und Verwaltungen in ganz Deutschland ein. Im Mittelpunkt der Tätigkeit stehen grundsätzlich die Erhaltung der Handlungsfähigkeit kommunaler Organisationen. Der Beratungsansatz fokussiert sich daher auf die Modernisierung von Prozess- und Organisationslandschaften kommunaler Leistungen, der Konzeption und Realisierung von interkommunaler Zusammenarbeit in kommunalen Betrieben und Kernverwaltungen, sowie dem Aufbau neuer Organisationseinheiten nach Re-Kommunalisierung, PPP, interkommunale Zusammenarbeit und deren kaufmännische Begleitung.

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